Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD) umrahmt von den Projektleiterinnen QM in Moabit: Sibel Olgunor vom QM Beusselstraße (links) und Sherin Buchwald vom QM Moabit-Ost (rechts)
Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD) umrahmt von den Projektleiterinnen QM in Moabit: Sibel Olgunor vom QM Beusselstraße (links) und Sherin Buchwald vom QM Moabit-Ost (rechts)
Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD) umrahmt von den Projektleiterinnen QM in Moabit: Sibel Olgunor vom QM Beusselstraße (links) und Sherin Buchwald vom QM Moabit-Ost (rechts)

Großer Dank an alle Ehrenamtlichen: Das Stadtteilplenum Moabit im September 2023

- von Gerald Backhaus -

An einem lauen Sommerabend im Frühherbst: das Moabiter Stadtteilplenum am 26. September 2023 wurde zu einem gelungenen Fest. Dieser wichtige Termin für ganz Moabit fand diesmal unter freiem Himmel im Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) in der Siemensstraße 27 statt. Esther Klobe-Weihmann moderierte wie gewohnt, und Quartiersmanagerin Sherin Buchwald (Moabit-Ost) sang und spielte Gitarre zur Einstimmung, als sich die Gäste rund um die Feuerschale versammelten. Als Gast dabei war dieses Mal Ephraim Gothe (SPD), der Stadtrat für Stadtentwicklung und Facility Management im Bezirk Mitte. Weil ihm Themen wie sozialer Zusammenhalt, Klimaschutz, der Bau von Wohnungen und sozialer Infrastruktur ein besonderes Anliegen sind und er sich mit dem Stadtteil Moabit seit langem verbunden fühlt, sprach er Begrüßungsworte, bei denen er drei Moabiter „Urgesteine“ besonders hervorhob. Susanne Torka und Jürgen Schwenzel vom B-Laden sowie die unermüdliche Jutta Schauer-Oldenburg vom Quartiersrat Beusselstraße lobte der Bezirksstadtrat für ihr seit Jahrzehnten andauerndes Engagement für den Stadtteil. Das ehrenamtliche Engagement stand im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. „Das Stadtteilplenum sagt Danke und feiert die Moabiter Bürgergremien“ hieß es auf dem Plakat. Rund um das von Quartiersmanager Eduardo López Ruiz (Moabit-Ost) gut mit Holz versorgte Feuer versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter alle jener Netzwerke und Zusammenschlüsse, die sich moabitweit für die Menschen im Ortsteil einsetzen und dafür sorgen, dass die einzelnen Kieze schön und lebenswert bleiben. Passend dazu stellten sich die einzelnen Gremien vor, ganze 8 sind in Moabit aktiv: da wären jeweils ein Quartiersrat und eine Aktionsfondsjury der beiden Moabiter Quartiersmanagements Beusselstraße und Moabit-Ost. Hinzu kommen der Betroffenenrat, die Stadtteilvertretung Turmstraße sowie die beiden Stadtteilkassen der Stadtteilkoordinationen von Moabit-West und Moabit-Ost. 

Zum Betroffenenrat berichtete Susanne Torka über die Arbeit des B-Ladens seit 1990, der sich vor allem um das Wohnumfeld in der Lehrter Straße kümmert. Die Ladenmiete und ein wenig Sachmittel werden vom Bezirksamt Mitte übernommen. Seit zwei Jahren werden innerhalb des Projektes „Alt & Jung“ Spaziergänge, Ausstellungsbesuche und Gesprächsrunden veranstaltet, die die Altenhilfekoordination des Bezirksamts Mitte unterstützt. Neue Leute, vor allem jüngere Menschen, sind herzlich willkommen im B-Laden mitzuwirken, "denn wir möchten, dass dieser unkommerzielle Raum noch lange für die Nachbarschaft erhalten bleibt." Kontakt: www.lehrter-strasse-berlin.net und www.moabitonline.de

Harry Blum sprach für die Stadtteilvertretung Turmstraße. „Wir tragen Wünsche und Anregungen aus dem Kiez an die Politik und die Verwaltung heran“, so lautet Motto. Aktuell hat das Gremium 19 Mitglieder, die sich einmal im Monat treffen und in mehreren Arbeitsgruppen mit Themen wie Mobilität und Kultur beschäftigen. Da geht es oft um das „Bohren dicker Bretter“, so Harry Blum, wenn z.B. über die Linienführung der Straßenbahn durch Moabit, den geplanten Neubau der Bruno-Lösche-Bibliothek zusammen mit der Staatsanwaltschaft, die Jugendverkehrsschule JVS oder die Kulturmanege auf dem Otto-Spielplatz diskutiert wird. Auch die Stadtteilvertretung lädt Interessierte herzlich dazu ein mitzuwirken. Kontakt: https://stv-turmstrasse.de

Ulrich Krüger berichtete über die Stadtteilkassen in Moabit, die von den beiden Stadtteilkoordinatoren Jan Tolga Busche (Moabit-West) und Peter Kapsch (Ost) betreut werden. Die Entscheidungen darüber, welche Ideen und Aktionen finanziell unterstützt werden, „fällt die Nachbarschaft, nicht die Verwaltung und Politik“. Wer mag mitentscheiden? Auch hier ist ehrenamtliches Engagement herzlich willkommen. Kontakt zu Moabit-Ost: https://www.berlin.de/stk-mitte/unsere-stadtteilkoordinationen/stk-moabit-ost/stadtteilkasse/stadtteilkasse-553266.php Moabit-West: https://www.berlin.de/stk-mitte/unsere-stadtteilkoordinationen/stk-moabit-west/stadtteilkasse/stadtteilkasse-537355.php

Ob in Ost oder West: Joana Barelowska von der Aktionsfondsjury Moabit-Ost warb dafür, sich bei diesen Bürgergremien einzubringen, sowohl mit Projektideen, die mit bis zu 1.500 Euro pro Jahr gefördert werden können, als auch als Jury-Mitglied. Insgesamt enthält der Aktionsfonds 10.000 Euro pro Jahr als Budget. Drei Mal pro Jahr trifft sich die Jury und entscheide über die Vergabe dieser Mittel. Bei jedem verwirklichten Projekt fühlt sich Joana Barelowska „auf’s Neue beschenkt.“ Jan Schäfer von derAktionsfondsjury Beusselstraße sieht das sehr ähnlich wie sie. Wie das QM Moabit-Ost sucht auch das QM Beusselstraße noch nach weiteren Interessierten für die Aktionsfondsjury, die direkt über kleinere Aktionen, die Menschen aus dem Kiez realisieren wollen und vom QM gefördert werden, entscheiden. Motto: „Du bestimmst mit, was für Deine Nachbarschaft gemacht wird!“ Dabei reicht die Palette von Blumenzwiebel-Steck-Aktionen über religiöse Feste und Nachbarschaftsfeste bis hin zu „offenen Türen“ von Geschäften in der Adventszeit. Hier gibt es weitere Informationen zum Aktionsfonds und hier zur Aktionsfondsjury Beusselstraße.

Kontakt zur Aktionsfondsjury Moabit-Ost: https://www.moabit-ost.de/aktiv-im-kiez/aktionsfondsjury/

Über die Arbeit der Quartiersräte (QR) sprachen Senay Güzelgül (Moabit-Ost) und Jutta Schauer-Oldenburg (Beusselstraße). In Moabit-Ost unterstützt der QR, dessen Mitglieder alle zwei Jahre neu gewählt werden und der sich einmal im Monat trifft, größere Projekte wie das alljährliche Perlenkiezfest. In Moabit-West berichtet Frau Schauer-Oldenburg von Kiezwerkstätten, in denenArbeitsgruppen zu verschiedenen Themen gebildet werden, um so die Bedarfe der Nachbarschaft zu ermitteln. Dabei geht es z.B. um den Übergang von Jugendlichen von der Schule ins Berufsleben oder um die Schaffung von „grünen Ecken“ im Kiez. Ein Quartiersrat wie der QR Beusselstraße kann in Vertretung seines Stadtteils auch politisch wirken. Kontakt zum Quartiersrat Beusselstraße: https://www.qm-beusselstrasse.de/Mitmachen/Quartiersrat 

Kontakt zum Quartiersrat Moabit-Ost: https://www.moabit-ost.de/aktiv-im-kiez/quartiersrat/

Nach dem „offiziellen“ Teil und dem Dank an das vielköpfige Organisiationsteam sowie den Gastgeber ZK/U, vertreten durch Matthias Einhoff, eröffnete Moderatorin Esther das Bufett. Die kulinarischen Köstlichkeiten hatte Quartiersmanagerin Julie Kurzke (Moabit-Ost) organisiert. Geplaudert wurde bei Speis und Trank unter einem beeindruckenden Fast-Vollmond-Himmel dann noch länger, begleitet durch Livemusik von Sherin Buchwald, die dabei durch Peter Kapsch unterstützt wurde. Die Ehrenamtlichen erhielten Sonnenblumen und Schokolade als kleines Dankeschön für ihre Tätigkeit.

Organisiert und veranstaltet wurde das Plenum auf dem ZK/U-Gelände als Gemeinschaftsaktion der Quartiersmanagements Beusselstraße und Moabit-Ost, der beiden Stadtteilkoordinatoren von Ost und West sowie dem B-Laden. 

Das nächste Plenum findet am 28. November 2023 statt. Die Themen und der Veranstaltungsort werden zeitnah bekanntgegeben.

Die Berichte zu den vergangenen Plena können Sie hier beim QM Beusselstraße nachlesen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Webseite des QM Beusselstraße und in dessen Auftrag.

Text & Fotos: © Gerald Backhaus 2023